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Facebook-Logo, Quelle: Flickr/marcopako ?

Es ist doch erstaunlich: selbst ein erfolgreiches Umzugsunternehmen Bremen ginge wohl irgendwann an die Frankfurter Börse, der Internetriese facebook hingegen verschiebt seinen Aktienauftritt wiederum. Erst für das Ende des kommenden Jahres ist es geplant, sich an die Börse zu wagen. Gründer Mark Zuckerberg erklärt diesen Schritt damit, dass seine Mitarbeiter ihr Augenmerk völlig auf die Produktentwicklung richten sollen, anstatt Aktiengeschäften nachzugehen. Fürchtet der junge Milliardär etwa einen Niedergang?

Hat er etwa Angst davor, auf den kriselnden Märkten unterzugehen?

Experten rechneten schon vor Monaten mit einem Börsengang des Unternehmens, spekulierten auf einen baldigen Verkauf der Aktien. Broker erträumten sich Millionengewinne.

Nun verschiebe sich dies jedoch auf den September des kommenden Jahres. Zuckerberg hatte zuvor nie öffentlich einen Termin für einen Börsengang preisgegeben. Er sprach zeitweilig davon, ließ jedoch das Ganze völlig unkonkret.

Nach amerikanischen Unternehmensregeln müssen Firmen in den Vereinigten Staaten ihre Geschäftszahlen offenlegen, sobald sie mehr als 500 Teilhaber haben. Als sich Goldman Sachs an dem Sozialen Netzwerk beteiligte, überschritt facebook diese Marke. Experten vermuteten, dass damit die Firma an den Aktienmarkt gehen würde. Dies war überraschenderweise jedoch nicht der Fall. Zuckerberg verhält sich, wie so oft, völlig unerwartet und lässt somit Spielraum für jede Menge Interpretationen. Gerüchten zufolge habe der junge Milliardär Unsummen von Schulden, die aus nicht-öffentlichen Rechtsstreiten stammen.

Würde dies zutreffen, so sei nachzuvollziehen, warum der junge Mann es mit einem Börsengang nicht eilig habe.

Auf der anderen Seite bestätigt Zuckerberg sein Image, als Alleinkämpfer zu handeln. Demnach sei es verständlich, dass er sein Unternehmen nicht mit anderen teilen wolle. Daher hatte er bereits in den Anfangsjahren von facebook große Angebote abgeschlagen, um die alleinige Kontrolle zu behalten. Ebenso bootete er Gründungsmitglieder aus, die Anteile an facebook hatten.

1 Antwort to “Facebooks Börsengang verzögert sich”

  • Caro says:

    Es ist wirklich eine spannende Frage, warum Facebook noch nicht an der Börse ist. Die offizielle Begründung, dass sich die Mitarbeiter auf die Produktentwicklung konzentrieren sollen, kann ja eigentlich nicht zutreffen. Das Produkt ist schon erfolgreich und die Angestellten würden sich bei ihrer Arbeit wohl kaum von einem „AG“ hinter dem Firmennamen ablenken lassen. Von den möglichen Schulden hatte ich noch nicht gehört, das könnte tatsächlich eine Erklärung sein…

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