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Wikileaks / DonkeyHotey

Seit den Enthüllungen der Internet-Plattform Wikileaks, die zahlreiche hochbrisante und geheime Dokumente der amerikanischen Regierung veröffentlichte und der harten Reaktionen der staatlichen Institutionen, die nicht nur vermeintlich die Verhaftung von Wiki-Leaks-Kopf Julian Assange in Schweden wegen angeblicher Vergewaltigung nach sich zog, sondern auch zu einer Welle von weltweiten Festnahmen innerhalb der Hacker-Community führte, herrscht eine Art Kampf zwischen Behörden und den Hackern. Letztere bezeichnen diese Auseinandersetzung bereits als Krieg.

Es geht dabei Schlag um Schlag. Kaum konnten die Polizeibehörden wie beispielsweise das amerikanische FBI einen weiteren Fahndungserfolg vorweisen, wie etwa unlängst die Verhaftung von 16 Personen vor einer Woche in diversen amerikanischen Bundesstaaten sowie fünf weiteren Personen in Europa, stellen im Gegenzug ihre Freunde und Sympathisanten im Internet durch das massive Abgreifen von Daten Konzerne und Behörden bloß.

Die Behörden gehen davon aus, dass all diese Angriffe auf das Konto des Hacker-Bündnisses Anonymous gehen, welches über eine große Zahl an mehr oder weniger offiziellen Mitgliedern und Sympathisanten verfügt. Diese Dimensionen stellen in der sonst eher fragmentierten Gesellschaft der Hacker eine vollkommen neue Kategorie dar, die es auch den Ermittlern ungemein schwer macht, gegen die Angriffe anzukommen. Anonymous wies in einem authentischen Schreiben unlängst darauf hin, dass man wie bisher Regierungen angreifen werde, die ihre Bürger belügen würden und ebenso mit Konzernen verfahren werde, die mit diesen Regierungen kooperieren.

In Deutschland war von dieser Ankündigung unlängst die deutsche Polizei- und Zollbehörde sowie Rewe und Penny betroffen, allerdings noch in anderen Dimensionen als die CIA, der US-Senat, die Nato oder besonders Sony, denen Millionen an Kundenpasswörtern und sogar Kreditkarten abhanden gekommen waren. Die Hacker sind dabei so besonders schwer zu fassen, da es keinen offiziellen Kopf gibt, die Plattformen, auf denen gestohlene Daten veröffentlicht werden, oftmals auf totaler Anonymität beruhen und niemand genau weiß, wie groß die Zahl der tatsächlich aktiven Mitgliedern bei Anonymous ist und inwiefern Mitgliedschaft in dieser Gruppe überhaupt verbindlich ist oder Anonymous gar seine besondere Potenz aus einem sehr volatilen und lockeren Netzwerk zieht.